Leitbild

Die ISF Familienhilfe leistet gewissenhafte, effiziente und qualitative Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien unserer Stadt Mülheim an der Ruhr. Unsere Konzeption ermöglicht eine passgenaue und auf die entsprechende persönliche Situation abgestimmte sozialpädagogische Arbeit.

Zu den Benachteiligten gehören in einem großen Ausmaß die Familien, Alleinerziehende, Kinder und Jugendliche, Menschen in Krisensituationen. Teils ist es ihnen bisher nicht gelungen ein zuverlässiges soziales Netz aufzubauen, teils sind sie durch gesundheitliche Probleme, Traumata, Schulden oder Suchterkrankungen beeinträchtigt, teils bereiten ihnen gesetzliche Bestimmungen und Regelungen Probleme, die sie selbst nicht überschauen und lösen können. Ferner sind Schwierigkeiten wie fehlende Erziehungskompetenzen, traditionsbedingte Erziehungs- und Familienprobleme, niedriger Bildungsstand und Erfahrungen von sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung sehr belastend.

Im Alltag versuchen sie einerseits, ihre aus den Biographien entstammenden Lebensperspektiven zu folgen, andererseits sollen oder müssen sie den Erwartungen der Gesellschaft gerecht werden. Die bisherigen bewährten Problemlösungsstrategien haben sich in ihrer Lebenswelt jedoch nicht bewährt. Wirkliche Integration und Teilhabe an der Alltagskultur kann für Menschen in Krisensituationen daher eine besondere Herausforderung werden.

In den letzten Jahren findet, eine breite Diskussion über die Integration und Teilhabechancen aller Kinder und Jugendlichen, über eine interkulturelle und inklusive Öffnung der verschiedenen Institutionen und Organisationen sowie über die unabkömmlich gewordene integrative und interkulturelle Kompetenz der Fachkräfte, die in der Bundesrepublik mit der sozialpädagogischen Familienhilfe befasst sind, statt.

Unser Verständnis von inklusiver und interkultureller Kompetenz und von gelingender Partizipation des Klienten an seiner Hilfeform beruht auf der Erfahrung, dass man Menschen stets mit wertschätzendem Verständnis begegnen muss. Wir suchen nach der inneren Zustimmung des Klienten_In auf Begleitung und Unterstützung und respektieren die mehrschichtige Persönlichkeiten und ihr individuelles Entwicklungsinteresse. Sie sind die Experten ihres Lebens mit teils unentdeckte Ressourcen. Sie benötigen fachliche Unterstützung und Assistenz statt Fremdbestimmung, Benachteiligung und Bevormundung, Zwischen ihnen und der Gesellschaft entsteht, mit unserer Unterstützung als Fachteam, eine respektvolle Brücke des Dialoges und der Verständigung, über die die Integration, Inklusion und Teilhabe gelingen können.

„Wenn wir eines Weges gehen und einem Menschen begegnen, der uns entgegenkam und auch eines Weges ging, kennen wir nur unser Stück, nicht das seine, das seine erleben wir nur in der Begegnung. Von dem vollkommnen Beziehungsvorgang wissen wir… unser Wegstück. Das andre widerfährt uns nur, wir wissen es nicht. Es widerfährt uns in der Begegnung.“ (Buber 1986)